Bewertung von Oculus Quest 64GB, VR-Brille(schwarz, All-in-One-Gamingsystem)

Quest 64GB, VR-Brille picture /p/o/q/Oculus_Quest_64GB__VR_Brille@@q-ho10.jpg
Abb. kann vom Original abweichen
  • Quest 64GB, VR-Brille
  • Quest 64GB, VR-Brille
  • Quest 64GB, VR-Brille
  • Quest 64GB, VR-Brille
  • Quest 64GB, VR-Brille
  • Quest 64GB, VR-Brille
  • Display Art: OLED
  • Gesamtauflösung: 2880 x 1600
  • Sensoren: Accelerometer, Magnetometer, Gyrosensor

7 Bewertungen lesen | jetzt bewerten

Fragen und Antworten | jetzt erste Frage stellen

€ 449,-*
zzgl. Versand ab € 0,-*
Zum regulären Preis bestellen

Auf Lager

Lieferung zwischen Do. 24. und Fr. 25. Oktober 2
Zustellung am Donnerstag: Bestellen Sie innerhalb
von 4 Stunden und 32 Minuten per Expressversand.
1 1487673

zum Produkt
Bewertungen
5 Sterne: (4)
4 Sterne: (2)
3 Sterne: (1)
2 Sterne: (0)
1 Sterne: (0)
Durchschnittliche Bewertung:
(bei 7 Bewertungen)

Teilen Sie anderen Kunden Ihre Erfahrungen mit: Produkt bewerten
Weitere Produktbewertungen:
3 von 3 Kunden fanden die folgende Bewertung hilfreich:
vom 19.07.2019 info

Die Bewertungen werden von Nutzern des Produktes abgegeben. Wir kontrollieren Bewertungen lediglich auf anstößige, nicht aber auf technische Inhalte. Bitte beachten Sie: eKomi-Bewertungen wurden über unseren Partner für Online-Bewertungen abgegeben, nicht über unseren Shop.

Nachricht an den Verfasser
3 1 5
Gründe für den Kauf:
Ich war schon länger interessiert am Thema VR und eigentlich hat mich nur der Kabelzwang vom Kauf eines Headsets abgehalten.
Die schnurlosen VR Systeme sind und waren mir schlichtweg zu teuer.
Von der Oculus Quest habe ich mir erhofft, dass sie das VR Erlebnis deutlich über das mit einem Handy hebt und das hat sie geschafft. Inwiefern folgt in dieser Bewertung.


Design:
Optisch ist das Produkt äußerst schick und schlicht gehalten. Kaum Text oder Logos überdecken die Plastik-Stoffgewebe-Oberfläche.
Dies sagt mir alles sehr zu. Nur der Geruch, der einen nach dem Auspacken für noch weitere ~2-4 Wochen begleitet hat, war ein wenig chemisch und störend. Die Controller
liegen optimal in den Händen, obwohl bisher jeder, dem ich den Controller in die Hand gegeben habe, ihn 180° falsch herum gehalten hat. (oben <-> unten)


Verarbeitungsqualität:
Qualitativ ist das Headset sehr gut verarbeitet. Unschöne Ecken findet man kaum bis gar nicht und auch nach dem ein oder anderen
"Fehlschlag" funktionierten die Controller noch wie am ersten Tag. Lediglich kleine Kratzer entstehen, wenn man mit einem Controller aus Versehen auf den anderen haut.
Zudem finde ich, dass die Armbänder für die Controller ein wenig schlicht ausgefallen sind. Das dünne und schmale Gummiband
hält immerhin vermutlich ~60-70€ davon ab, gegen die Wand zu fliegen. Aufgrund der Art der Befestigung dieser Bänder, kann man sie auch nicht einfach mal gegen eigene ersetzen,
sondern man müsste sehr kreativ werden.


Probleme:
Und nun zum problematischen Teil des Headsets.
Tracking:
Die Koordination zwischen Position der Controller in der Hand und der virtuellen Controller im Spiel ist nur für gewisse Zwecke
problemlos zu gebrauchen. In ruhigen Spielen, die einen eher ein Abenteuer erleben lassen, ist die Synchronisation nahezu fehlerfrei.
Spielt man jedoch seit 5 Minuten absolut konzentriert "Beat Saber" auf einer hohen Schwierigkeit und dann propellert plötzlich
das eine Schwert für 5 Sekunden durch den Boden, ist dies nicht unbedingt lange spaßig.


Da mir das Spiel wohl ein wenig liegt und ich mich nach knapp 2 Stunden an "Expert" herangetraut habe, war für mich der Spielspaß
nach gut 3h erledigt. Wieso einen Highscore jagen, wenn man eh absolut zufällig alles zerstört bekommen könnte?
Außerdem habe ich das Gefühl, dass das Tracking speziell bei unter 30% Controller Akku nachlässt?!
Auch sehr schnelle Bewegungen können die virtuelle Hand sehr fix verwirren.
Aber ein kleiner Geheimtipp: Wenn das Tracking einen sehr stört, kann man vor dem Sport ein wenig spielen und verlieren und
wandelt dann seine Wut in Muskeln um; zwinker.
Wieso selten die Guardian-Mauern aufblitzen und einem das Spielfeld umkreisen, obwohl man 1m+ entfernt ist, ist mir außerdem fraglich. Dies ist jedoch auch nur recht
wenig der Fall und tritt in Anwendungen auf, die nicht sehr gepflegt von den Entwicklern sind.


Pros:
Positiv aufgefallen ist mir jedoch der Sound. Nicht unbedingt im Zusammenhang mit der Tonqualität, die jedoch meiner Ansicht nach gut und ausreichend für diese Geräteklasse ist, sondern viel mehr mit dem virtuellen 3D Audio. Töne und Geräusche, die aus der VR Welt stammen, hören sich sehr echt
und realistisch an und sie scheinen von genau da zu kommen, von wo man es erwarten würde.
Auch das Tutorial ist gut gemacht und erklärt dem Nutzer das System und was so möglich ist.
Spiele, die nicht auf Highscores und Druck basieren und somit auch das Tracking nicht an die Grenzen bringen, machen extrem viel
Spaß. Oder einfach mal mit Google Maps und Street View in den Urlaub und an den Strand in nur wenigen Minuten. Für genau solche Erlebnisse nutze ich meine Brille nun vorwiegend.


Fazit:
Zusammenfassend würde ich sagen, dass das System sehr für Leute geeignet ist, die VR das erste Mal erleben wollen und die nicht
zu 100 Prozent immer gutes Tracking erwarten. Auch für Leute mit einem Kabel Headset, die die Freiheit suchen, wird dieses Headset eine
gute Alternative sein. Spürst du nur jetzt schon die Halsschlagader deines inneren "Tryhards" schwerer schlagen, solltest du ein Headset mit zuverlässigem
Tracking wählen. Hier kommt man allerdings am Kabel und/oder hohen Kosten nicht vorbei, denke ich.
Ist man nur an VR Medien und nicht dem Gamingaspekt interessiert, sollte man sich sicherlich vor dem Kauf auch nochmal im Oculus Go Regal umschauen.
Dass das Tracking mir das Erlebnis schon teilweise sehr verdorben hat, muss nicht zwangsläufig für andere Nutzer auch zum Problem werden.
Ist diese Bewertung für Sie hilfreich? ja nein
13 von 15 Kunden fanden die folgende Bewertung hilfreich:
vom 24.06.2019 info

Diese Produktbewertung entstand im Rahmen des ALTERNATE "Testen, bewerten, behalten" Programms. Der/Die Rezensent/in erhielt die Ware kostenfrei für den Testzweck und durfte den Artikel nach Abgabe der Rezension behalten. Auf die Produktbewertung selbst nahm ALTERNATE keinen Einfluß.

5 1 5
An dieser Stelle erst einmal ein großes Dankeschön an Alternate, dass ich im Rahmen des Testen, Bewerten, Behalten-Gewinnspieles die Oculus Quest erhalten habe und dies nun eine Woche ausführlich testen durfte.
Kurz zu mir, damit klar wird, aus welcher Position ich das Produkt getestet habe und nun bewerte: Ich selbst bin kein Neuling in Sachen VR und hatte schon mit ein paar VR-Brillen zu tun, dazu gehört die Oculus Rift, die PlayStation VR und manch eine billig VR-Brille. Jedoch hatte ich noch nicht das Vergnügen mit Premium Headsets, wie Primax oder der Vive Pro, ausführlich zu arbeiten.


Verpackung / Inhalt:
Das Packet kam gut Verpackt und super schnell an (so wie ich es von Alternate kenne). Zur Verpackung von der Quest, kann ich nur sagen, dass diese schlicht, aber dennoch super Hochwertig ist. Es macht einfach Spaß diese auszupacken. In der Verpackung war auch alles dabei um direkt los legen zu können (sogar Batterien für die Controller). Ein Handbuch liegt jedoch nicht bei, was mich aber nicht weiter gestört hat, da man mit Hilfe der App super durch die Einrichtung geleitet wird, wo wir schon bei nächsten Punkt sind.


Einrichtung:
Oculus wirbt mit einer super leichten Einrichtung und Inbetriebnahme. An dieser Stelle kann ich sagen, es ist wirklich super einfach gehalten und man wird mit der App durch die einzelnen Schritte geleitet, so dass eigentlich nichts schief gehe kann. Bei mir hat alles auf Anhieb funktioniert und ich konnte nach kurzer Zeit mit dem VR-Erlebnis starten, jedoch ist an dieser Stelle ein Facebook Account von Vorteil. Also Brille auf und los ging es: Man legt die Grenzen vom Raum (Guardian) fest, spielt das Tutorial, wo einem die Steuerung beigebracht wird und landet dann im Home-Screen mit seiner Bibliothek und allen Möglichkeiten die einem sonst geboten werden.


Store:
Es werden einem einige Spiele und auch andere Anwendungen geboten, so dass jeder was für sich findet. Angefangen beim Angeln bis hin zum Boxkampf ist alles dabei. Viele Sachen sind kostenlos oder auch in einer Demo vorhanden, so dass man sich selbst damit schon lange beschäftigen kann. Jedoch muss man auch viele Spiele und Anwendungen käuflich erwerben und bei Preisen von knapp 30€ pro Spiel, überlegt man sich doch, ob man sich das kauft. Fährerweise muss man sagen, dass es dann die „Top-Spiele“ sind und man viele andere auch deutlich günstiger bekommt. Allgemein werden einem viele Möglichkeiten geboten und langweilig wird einem mit den Inhalten so schnell nicht. Etwas fehlte mir die Möglichkeit die PC Inhalte auf die Brille zu bekommen um noch ein ticken mehr Möglichkeiten zu haben, aber an dieser Stelle ist zu sagen, dass dies nicht der Ansatz der Brille ist, sondern das selbständige Wiedergeben von Inhalten. Aber vielleicht kommt irgendwann, von seitens Oculus, doch noch ein Update via Firmenware, welches das dann ermöglicht.


Bildqualität:
Klar kann man die Quest nicht mit den oben genannten Premium-Headsets vergleichen, man muss jedoch vor den Augen haben, dass es sich hier um ein stand-alone-Gerät handelt d.h. es steckt kein großer und leistungsstarker Computer dahinter, welcher die VR-Brille extern mit Daten versorgt. Wenn man gezielt auf die Bildquälität achtet, sieht man einzelne Pixel und die verwaschenen Texturen. Ist man aber im Spiel vertieft, verliert man den Fokus darauf und die einzelnen Pixel bzw. das „Fliegengitter“ fällt einem gar nicht mehr auf. Zudem kauft man dieses Gerät nicht für High-End-Grafik, sondern für das VR-Erlebnis und genau das kann die Oculus Quest hervorragend.
Zu der verwendeten Optik (Linsen und Justierung), kann ich sagen, dass diese bei mir und meinen Freunden keine Probleme bereitet hat. Die Oculus saß bei allen sehr gut auf dem Gesicht und jeder hatte ein scharfes und klares Bild. Bei meiner Freundin (Brillenträgerin) war ich gespannt, wie Oculus das gelöst hat, aber mit dem mitgelieferten Adapter (welchen man unter das Polster klemmt), war das auch kein Problem.


Tragekomfort:
Anfangs hatte ich bedenken, bezüglich des Gewichtes von der Quest, da alles, angefangen beim Akku bis hin zum Prozessor, vorne in der Brille verbaut ist. Oculus hat es hin bekommen, bei etwa 400 Gramm Gesamtgewicht zu bleiben. Somit bindet man sich kein Stein an den Kopf, sondern hat, dank des Gummigestells für den Hinterkopf eine angenehm zu tragende VR-Brille, welche auch bei schnellen Bewegungen auf dem Kopf bleibt. Bei einer Spielzeit von mehr als einer Stunde, konnte ich kein unangenehmes Drücken oder ähnliches feststellen, trotz des doch recht dünnen Gestells und der festen Polsterung im Bereich des Gesichtes.
Ein weiterer Punkt, welcher mir Sorge bereitet hat, war die Wärmeentwicklung vorne im Headset und somit ein eventuelles Beschlagen der Linsen. Aber auch hier kann ich nur positives berichten. Die Wärmeentwicklung hält sich stark in Grenzen (im Sommer bei 28°C in der Wohnung!) und auch ein Beschlagen der Linsen konnte ich nicht feststellen.
Eine Kleinigkeit habe ich jedoch, welche ich ankreiden muss und das ist der Spalt zwischen Nase und Polster, da hier sehr viel Licht einfällt. Eine „Dichtung für die Nase“ wäre wünschenswert, aber ist jetzt nicht ausschlaggebend für das Spielerlebnis.
Kurz gesagt, hat man hier eine super Bildqualität für eine VR-Brille, welche nicht auf externe Rechner angewiesen ist und die Leistung der Quest reicht allemal, um ein flüssiges und optisch gut aussehendes Spielerlebnis zu Garantieren.


Tracking:
Das Tracking funktioniert im Allgemeinen sehr gut und in Echtzeit. Selbst bei schnellen Kopfbewegungen hatte die VR-Brille keine Probleme die Position im der realen Welt in die virtuelle zu übertragen.
Beachten muss man jedoch, dass das Tracking hauptsächlich über die vier Kameras in der Front der Brille geschieht d.h. es muss ausreichend Licht vorhanden sein und am besten funktioniert das Tracking vor dem Körper, dies bezieht sich vor allem auf die Controller. Solange man diese im Blickfeld der Weitwinkelkameras hat ist alles super. Jedoch hat die Quest etwas damit zu kämpfen, die Position der Controller außerhalb des Blickfelds der Kameras zu bestimmen. Aufgefallen ist es mir bei dem Spiel „Bait“, bei welchem man mit der Angelrute ausholen muss um den Schwimmer ins Wasser zu bekommen. So das hier eine Schwäche bei der Quest zu finden ist. Davon abgesehen wird die Position der Controller sauber und ohne Verzögerung in die virtuelle Welt übertragen und dies in allen möglichen Winkeln und Handpositionen.


Akkuleistung:
Die Akkuleistung finde ich angemessen mit etwa zwei Stunden. Klar kann es immer mehr sein, aber zu beachten ist vor allem hier das Gewicht, welches ein größerer Akku mit sich bringt und mehr als zwei Stunden im Headset wird kaum einer durchhalten. Die Ladezeit liegt mit ebenfalls zwei Stunden im Rahmen und ist auch vertretbar. Dank des langen USB-C Kabels, lässt sich jedoch auch während des Ladens spielen.


Fazit:
Ich muss sagen, ich bin von Anfang an begeistert von der Brille gewesen. Angefangen beim Auspacken und jetzt eine Woche später, setze ich die Brille immer noch genauso gerne, wie beim ersten Ausprobieren, auf. Es macht einfach super viel Spaß in die virtuelle Welt der Quest einzutauchen.
Bei einem Preis von 450€ bekommt man hier ein VR-Headset, welches sich von der Verarbeitung sehen lassen kann, besonders gefällt mir die Stoff-Oberfläche. Aber auch die Controller fühlen sich hochwertig an und liegen super in der Hand. Außerdem hat man hier nicht nur ein VR-Headset, sondern bekommt so gesehen, noch die gesamte Hardware aus einem Handy mit einem Snapdragon 835. Die Preis/Leistung stimmt bei der Quest wirklich!
Am besten an der Quest, was gleichzeitig auch die Stärke der Brille ist, gefällt mir das unabhängig sein von externen Rechnern. Man bewegt sich ohne Kabel frei im Raum. Was die Quest mit der Grafik und dem Tracking an kleinen Mankos auf zu weisen hat, macht sie mit dieser Freiheit in der Bewegung wieder wett!
Zusammengefasst ist es keine Brille für absolute Profis im Bereich VR, da eignen sich die schon erwähnten premium VR-Brillen besser. Aber wenn jemand eine VR-Brille sucht um in die Thematik rein zu kommen oder einfach eine VR-Brille sucht um ab und zu in die VR-Welt einzutauchen und ein paar Spiele zu spielen ist genau hier richtig!
Ich selbst, will die Quest nicht mehr hergeben und wer diese in meinem Freundeskreis auf hatte, kann dies nur bestätigen.


Vielen Dank für das Lesen meiner Rezension. Ich hoffe, ich konnte einen guten Einblick in die Oculus Quest geben und euch bei der Entscheidung helfen!
Ist diese Bewertung für Sie hilfreich? ja nein
6 von 7 Kunden fanden die folgende Bewertung hilfreich:
vom 15.06.2019 info

Diese Produktbewertung entstand im Rahmen des ALTERNATE "Testen, bewerten, behalten" Programms. Der/Die Rezensent/in erhielt die Ware kostenfrei für den Testzweck und durfte den Artikel nach Abgabe der Rezension behalten. Auf die Produktbewertung selbst nahm ALTERNATE keinen Einfluß.

4 1 5
Ich habe das Gerät als Testgerät bekommen und in den letzten 24 Stunden intensiv getestet. Da viele nicht gerne lange lesen habe ich das Fazit an den Anfang gepackt, und drösele dann darunter das ganze in die einzelnen Kriterien auf.


FAZIT: Wer nicht ohnehin schon einen leistungsstarken Gaming-PC zu Hause stehen hat oder durch Premium VR-Produkte massiv verwöhnt ist, findet hier zum erschwinglichen Preis einen sehr(!) guten Einstieg in die virtuelle Realität! Wer allerdings über einen leistungsstarken Gaming-PC, und noch ein paar hundert Euro extra verfügt, sollte ernsthaft über die Anschaffung eines Premium Headsets wie Pimax, Vive Pro, Valve Index,... nachdenken. Durch die verhältnismäßig niedrige Grafikqualität leiden manche Titel schon spürbar. Am meisten leidet die VR Erfahrung aber an den Schwächen des Inside-Out-Trackings. Es kann sein dass Benutzer ohne VR Erfahrung dieses Manko deutlich weniger spüren, aber leider verhindert es aus meiner Sicht eine perfekte Abschlussbewertung.


Produktqualität:
Die Verarbeitung ist generell für diesen Preis überraschend gut. Man sollte nicht vergessen dass man hier ein komplettes "Handyinnenleben" verbaut ist, mit einem Snapdragon 835. Ein Handy mit vergleichbarer Ausstattung liegt preislich zwischen 300€ und 400€. Hier kommt dann noch das Gehäuse, dessen Innenleben (IPD Adjustment, Optik,...) und zwei kabellose Controller dazu. Die Vermutung liegt nahe dass Oculus/Facebook hier mindestens sehr nah an der reinen Kostendeckung bepreist. Die einzigen Bestandteile die einen verhältnismäßig "billigen" Eindruck machen sind die Handgelenkbefestigungsbänder an den Controllern, die wirklich sehr dünn sind, und aus Gummi, sowie das Gummigestell was den Hinterkopf umschließt. Dieses ist recht starr und ungepolstert, was den Tragekomfort auf Dauer einschränkt. Womit wir auch beim nächsten Thema sind...


Tragekomfort:
Das Gummigestell für den Hinterkopf habe ich schon erwähnt. Dadurch dass es sehr starr und ungepolstert ist, und auch das Gesichtspolster deutlich fester ist als alles was ich bisher getragen habe, entsteht zumindest bei mir ein erhöhter Druck auf den Wangenbereich und die Nase. Das macht rein garnichts aus wenn man mal 30 oder 45 Minuten spielt, aber bei Tragezeiten von einer Stunde und länger wird es doch recht deutlich und unangenehm. Dass es nicht schon vorher unangenehm wirkt liegt an dem wirklich geringen Gewicht der Gesamtlösung (nicht viel mehr als 400g). Andere, schwerere Geräte leisten hier eine sehr gute Arbeit durch eine gute Gewichtsverteilung. Damit kann die Quest nicht dienen, hat das aber wegen ihres niedrigeren Gewichts wie bereits erwähnt auch nicht im selben Maße nötig.
Etwas Sorgen hatte ich wegen der Wärmeentwicklung, da wir ja in dem Gerät neben dem Display auch den kompletten Rest an Hardware verbaut haben. Ich habe bereits erlebt wie warm Handys bei längerem spielen werden können und hatte ähnliches auch hier erwartet. Um bewusst die Wärmeentwicklung des Körpers bei Spielen wie Beat Saber in diesen Test nicht einzubeziehen habe ich mal 2 Stunden lang in "Bait" einfach nur im Sitzen geangelt, um die Wärmeentwicklung (im Sommer!) alleine vom Headset zu verproben. Und ich war SEHR positiv überrascht. Befühlt man die Oberfläche von außen mit der Hand, nimmt man schon ein wenig wärme wahr. Aber innerhalb des Headsets ist es mir nicht zu warm geworden!
Gute Nachrichten gibt es auch für Brillenträger. Zwar liegt dem Headset auch ein zusätzlicher Abstandhalter für Brillenträger bei, aber ich konnte auch ohne diesen problemlos mit meiner Brille arbeiten. Top!
Etwas negativ macht sich diese "Luft" im Headset im Nasenbereich sichtbar, wodurch nicht unbeträchtlich viel Licht einfällt. Eine "Nasendichtung" wie bei anderen Headsets sucht man hier vergeblich. Wem das ähnlich viel ausmacht wie mir, kommt vielleicht auf die Idee dann im dunklen zu spielen. Leider arbeitet dann aber das Tracking der Quest nichtmehr. Stark gedimmt ist okay, aber dunkel funktioniert (noch?! Es soll wohl vielleicht mal ein Update dazu geben...) nicht.
Unterm Strich muss ich trotzdem sagen: Für DEN Preis ist der Tragekomfort für Sitzungen bis zu maximal einer Stunde dennoch sehr gut!


Einrichtung:
Sehr gepriesen wird die enorm leichte Einrichtung der Quest im Vergleich zu Outside-In Tracking Lösungen wie Oculus Rift, HTC Vive und Konsorten. Ich muss sagen dass ich das anders empfinde. Zwar muss man für diese Geräte Basisstationen aufstellen und zumindest an den Strom anschließen (die wesentlich komplexere Rift Lösung lassen wir mal außen vor), dafür muss man hier erstmal noch sein Smartphone mit der Quest verbinden, und diese dann wiederum mit dem Facebook Account. Bei mir war es zudem noch so dass die Oculus Quest erstmal garnicht in der Liste der Geräte aufgetaucht ist. Als ich es zwei Stunden später wieder versucht habe war sie plötzlich da.
Ab dem Zeitpunkt ist es dann eigentlich bei allen Geräten gleich: Man richtet die Grenzen des Raumes ein, spielt sich durch ein Tutorial in dem einem die Steuerung erklärt wird und landet dann in einem Home-Screen von dem aus man neue Anwendungen herunterladen und Anwendungen aus der Bibliothek starten kann.


Bildqualität:
Hier möchte ich mal zwei generelle Bereiche unterscheiden. Die Qualität der dargestellten Grafik (Texturen und Polygonzahl), und die Bildqualität welche aus der Auflösung, der Subpixelmatrix und der Optik entsteht. Auf zweitere möchte ich zuerst eingehen.
Eyebox (der Bereich in dem man das Headset auf seinem Kopf verschieben kann bevor das Bild "schmiert"), Sweetspot (wie weit man mit den Augen von der Bildmitte weg sehen kann und immer noch perfekt scharf sieht) und Godrays (Einblendungen von helleren Stellen im Bild auf dunklere Stellen) fühlen sich noch start nach den Headsets der ersten Generation an. Hier gibt es keine spürbaren Verbesserungen. Beim Fliegengittereffekt (das Wahrnehmen der Bereiche zwischen den Pixeln als eine Art Fliegengitternetz) wurde aber durch die höhere Auflösung deutlich reduziert. Es ist nicht weg, auf keinen Fall, aber in den meisten Anwendungsbereichen bedeutend weniger wahrnahmbar!
Viele der Texturen sind natürlich verwaschen und die Polygonzahl ist selbstversändlich deutlich reduziert gegenüber Lösungen die auf einem leistungsfähigen PC, oder einer Konsole basieren. Wer bei einem All-In-One System für den Preis etwas anderes erwartet ist an der Stelle selbst schuld. Für VR Neulinge sollte aber gesagt sein dass gerade Texturenqualität in VR deutlich weniger Einfluss auf das Spielerlebnis hat als im klassischen Pfannkuchengaming. VR lebt von Immersion, und nicht von fotorealistischer Bildgewalt. Und hierfür reicht die Leistung der Quest ganz klar aus! Natürlich würde die Immersion bei besserer Grafik auch profitieren, aber ich kann nur betonen dass die Leistung der Quest tatsächlich ausreichend ist für wirklich tolle VR Erlebnisse!


Tracking:
Leider kommen wir hier zum ganz klar größten Manko der Oculus Quest. Unter Tracking wird verstanden wie die Controller, und auch die Brille, ihre Positionen und Bewegungen in der echten Welt in den virtuellen Raum übertragen bekommen. Da das Inside-Out Tracking der Brille, welche auch die Positionen der Controller erkennen muss, primär nach vorne gerichtet ist, verschwinden Controller die man hinter den Rücken hält für das Tracking der Quest im nichts. In Spielen wie Beat Saber, in welchen man die Brille die ganze Zeit vor sich hält, fällt DIESES Manko (mehr zu dem anderen Manko später) natürlich nicht auf. In unzähligen anderen Spielen aber leider schon.
Im Eingangs erwähnten "Bait" Angelspiel wirft man zum Beispiel die Angelrute aus bevor es daran geht die Fische aus dem Teich zu ziehen. Dafür holt man mit seinem Arm ganz natürlich über die Schulter nach hinten aus und wirft den Schwimmer dann nach vorne. Durch das verlorene Tracking hinter dem Rücken ist es ein Glücksfall wenn der Schwimmer mal genau da landet wohin man gezielt hatte, da das fehlende Tracking hinter dem Rücken natürlich den Abwurfswinkel um eine "Zufallskomponente" bereichert.
Ein Anderes Beispiel ist Space Pirate Trainer. Dort hält man zum Beispiel sehr gerne mal ein Schild hinter sich um sich zu verteidigen, während man vorne die Drohnen mit seinen Waffen ausschaltet. Leider verschwindet das Schild aber wenn man es hinter sich zieht, und man ist für Angriffe ungedeckt.
Ich könnte hier noch ewig weitere Beispiele aufzählen, aber ich denke den Punkt habe ich bereits vermittelt.
Leider ist dieser Trackingverlust hinter dem Rücken nicht die einzige Schwäche des verbauten Inside-Out Trackings. Auch mit sehr schnellen Bewegungen kommt es oft nicht gut klar.
Das erste Mal dass mir das aufgefallen war, war gleich im Tutorial. Dort bekommt man einen Tischtennisschläger und einen Tischtennisball. Offenbar habe ich oft versucht den Ball zu schnell zu schlagen. Das hat dazu geführt dass der Schläger manchmal einfach durch den Ball hindurch "diffundiert" ist ohne seinen Fall zu beeinflussen, und andere Male ist der Ball in völlig diffuse Richtungen wie sogar in die entgegengesetzte Richtung geflogen. Da solche Dinge das Steckenpferd der VR beeinträchtigen, nämlich die Immersion, muss es hier ganz klar einen Punktabzug für das System geben.


Akkuleistung:
Zum Schluss noch sehr wenige Worte zur Akkuleistung und zur Ladezeit. Im dauerhaften Spielbetrieb hat das Headset immer in etwa 2 Stunden durchgehalten, und benötigt auch etwa dieselbe Zeit um voll geladen zu werden. Sprich: 2 Stunden spielen, 2 Stunden laden!


Das Fazit habe ich gleich oben aufgenommen. Wer hier angekommen ist: danke für's lesen!
Ist diese Bewertung für Sie hilfreich? ja nein
1 von 3 Kunden fanden die folgende Bewertung hilfreich:
vom 21.06.2019 info

Diese Produktbewertung entstand im Rahmen des ALTERNATE "Testen, bewerten, behalten" Programms. Der/Die Rezensent/in erhielt die Ware kostenfrei für den Testzweck und durfte den Artikel nach Abgabe der Rezension behalten. Auf die Produktbewertung selbst nahm ALTERNATE keinen Einfluß.

5 1 5
Insgesamt macht die Quest einen sehr soliden Eindruck. Sowohl die Brille als auch die Controller sehen gut verarbeitet aus und fassen sich angenehm an. Nur die Befestigungsbänder der beiden Controller hätten besser gelöst werden können. Eine weicheres Nylonband wäre vermutlich angenehmer gewesen, sie erfüllen aber ihre Zweck. Nach dem ersten Auspacken riecht die VR Brille erstmal etwas streng nach Chemie - irgendwie wie ein neues Paar Laufschuhe. Das verfliegt aber recht schnell und vollständig. Die Quest hat bei mir trotz Brille von Anfang an erstaunlich gut gepasst. Bei 3D Brillen von Fernsehern hab ich immer Probleme, nicht so in diesem Fall. Die Brille hat bereits ohne den zusätzlichen Abstandshalter schon gepasst. Die Einrichtung der Spielfeldbegrenzung funktioniert sehr einfach und der Umgang mit den Controllern wird einem spielrisch erklärt. Die Quest trägt sich angenehm, man merkt allerdings das Gewicht. Das stört aber nicht wirklich weiter und wird auch bei längerem Tragen nicht unangenehm. Die Quest ist gut geplostert und drückt nirgendwo. An der Nase ist die Brille offen, hier dringt etwas Licht von aussen ein. Im Betrieb ist mir das allerdings nicht negativ aufgefallen. Das Bild ist scharf und man taucht sofort in eine andere Welt ein. Für einen VR Einsteiger ist die Grafik aber anstandslos. Positiv überrascht hat mich der Ton der Quest. Hier hatte ich Bedenken, aber die integrierten Lautsprecher funktionieren und klingen erstaunlich gut.
Ist diese Bewertung für Sie hilfreich? ja nein
vom 04.10.2019 info

Die Bewertungen werden von Nutzern des Produktes abgegeben. Wir kontrollieren Bewertungen lediglich auf anstößige, nicht aber auf technische Inhalte. Bitte beachten Sie: eKomi-Bewertungen wurden über unseren Partner für Online-Bewertungen abgegeben, nicht über unseren Shop.

5 1 5
Eine tolle VR Brille für alle, die erste Schritte in VR setzen möchten. Außerdem gibt es eine tolle Auswahl an Apps: https://www.youtube.com/playlist?list=PLKuAj1ClhlWedpHQ_R_kru0zIj329W5h8
Ist diese Bewertung für Sie hilfreich? ja nein
0 von 1 Kunden fanden die folgende Bewertung hilfreich:
vom 27.06.2019 info

Diese Produktbewertung entstand im Rahmen des ALTERNATE "Testen, bewerten, behalten" Programms. Der/Die Rezensent/in erhielt die Ware kostenfrei für den Testzweck und durfte den Artikel nach Abgabe der Rezension behalten. Auf die Produktbewertung selbst nahm ALTERNATE keinen Einfluß.

Nachricht an den Verfasser
4 1 5
Über die Aktion „Testen, bewerten, behalten!“ wurde ich als Testperson für das Produkt ausgewählt. Für mich war es die erste Virtual Reality Erfahrung. Aufgrund dessen kann ich keine unmittelbaren Vergleiche zu anderen VR-Brillen ziehen.


Produkt
Die Oculus Quest kann als ein All-in-One-VR-Gamingsystem verstanden werden, denn für dessen Spielvergnügen werden weder Kabel, noch eine Verbindung mit dem PC (wie bei anderen aktuellen VR-Brillen) benötigt. Im gleichen Zuge bietet sie gleichwohl ein vollwertiges und eindrucksvolles Spieleerlebnis. Dafür werden lediglich die Brille, sowie zwei Controller benötigt. Die Quest hat dabei vier Sensoren direkt in der Brille verbaut, sodass keine weiteren aufgestellt werden müssen. Dem Produkt liegen noch ein Netzteil zum Laden der Brille, zwei Batterien für die Controller, ein Brillenaufsatz, sowie ein Benutzerhandbuch bei. Insgesamt ist alles in einem kompakten, matt-schwarzen Behältnis verstaut, sodass hier nicht zwangsläufig ein zusätzlicher Aufbewahrungsort (bspw. Oculus-Tragetasche im Shop) notwendig ist.


Erstinbetriebnahme
Denkbar unkompliziert gehalten ist die Ersteinrichtung/ Installation der Oculus. Vor dem ersten Spielvergnügen ist allerdings der Download der Oculus App (u.a. über den PlayStore) und das Anlegen eines Benutzeraccounts notwendig. Die Oculus App fungiert hierbei als eine zentrale Schaltzentrale. Es können die Oculus Go oder Rift eingerichtet oder im Store verschiedene Spiele für das VR-Erlebnis erworben werden. Darüber hinaus besteht ebenfalls die Möglichkeit eine Übertragung für Außenstehende anzuzeigen (leider zeigt der Live-Stream deutliche Schwächen bei der Qualität der Auflösung). Für die erste Kopplung der Quest mit der App werden genaue Handlungsanweisungen in Schrift und Bild ausgegeben, sodass eine fehlerhafte und lange Ersteinrichtung nahezu ausgeschlossen ist. Den Abschluss der Einrichtung stellt ein Video zum sicheren Umgang mit der Quest da. Als Ergänzung können unter oculus.com/warnings die vollständigen Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen in verschiedenen Sprachen als PDF eingesehen werden. Diese Informationen findet man im beiliegenden Benutzerhandbuch vollständig nur in Englisch.


Tragekomfort
Die Brille wird durch zwei an der Seite befindlichen und einer obenliegenden Lasche am Kopf getragen. Die Justierung erfolgt jeweils über einen Klettverschluss. Die Halterung besteht aus Gummi. Hier würde sich eine Polsterung vermutlich besser anfühlen. Die Einstellung der Schärfe (Positionierung der Brille) gelingt einfach durch etwas experimentieren. Gleichzeitig ist das Gewicht der Brille sehr angenehm und kaum zu spüren. Bisher habe ich die Brille nie länger als 90 Minuten getragen, sodass etwaige Gewichtsbelastungen spürbar gewesen wären. Erst nach dem Spieleerlebnis nimmt man diese war. Leichte Druckstellen (ähnlich einer Skimaske) sind nach dem Abziehen zu spüren und zu sehen. Ein Schwitzen ist gerade bei längeren anstrengenden bzw. sportlichen Spielen kaum zu vermeiden. Bei moderaten Bewegungen kam ich unter der Maske noch nicht ins Schwitzen. Ein Beschlagen der Brille konnte ich auch nicht feststellen. Dies wird vor allem durch einen kleinen Spalt um den Nasenbereich möglich. Allerdings dringt durch diesen kleinen Spalt Licht ein, was das Spieleerlebnis stören kann. Die beiliegende Brillenabstandshalterung erfüllt ihren Zweck und schafft etwas mehr Spielraum. Sie könnte jedoch noch etwas größer sein. Die Controller liegen locker und angenehm in der Hand. An den Controllern sind Schlaufen zur Fixierung am Handgelenk. Dessen Schiebe-/ Schließmechanismus könnte fester sein. Aktuell sehe ich leider problematisch die Schiebeabdeckung für das Batteriefach. Bei Spielen in denen viele und schnelle Handbewegungen erfolgen passiert es mir oft, dass dieses Verdeck aufgeschoben wird. Umgangen werden kann dies, indem man die Controller fester umgreift.


Guardian System
Beindruckend ist das Guardian System zum sicheren Spielen. Vor dem Eintauchen in die VR-Welt ist es zunächst notwendig einen sicheren Bereich einzugeben, in welchem man sich bewegen kann. Dieser wird direkt auf dem Boden eingezeichnet und bietet somit dem Spieler eine sichere Zone (vorstellbar als ein Käfig). Für das nächste Spieleerlebnis merkt sich die Quest sogar diesen Bereich, sodass dieser nicht immer neu gezeichnet werden muss. Was mich wirklich überzeugt hat ist der dynamische und verlässliche Umgang mit dem Guardian System. Je näher man seinen gezeichneten Begrenzungslinien kommt, desto deutlicher wird der fiktive Käfig in der virtuellen Welt eingeblendet und warnt somit vor einem Überschreiten der festgelegten Grenze. Die leichte Einblendung beginnt dabei schon recht früh, was hier allerdings auf engem Raum dazu führt, dass dieser oft eingeblendet wird und das Spieleerlebnis stört. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit dieses System für den stationären Betrieb (auf einem Stuhl sitzend) zu nutzen. Leider verändert sich manchmal beim Abnehmen der Maske (z.B. bei einer Pause/ Spielerwechsel) die Bodenhöhe, sodass diese neu eingestellt werden muss.


Die ersten Spieleerlebnisse
Bereits vorinstalliert sind das Tutorial und Demo Versionen von einigen Spielen. Im Tutorial wird der Fokus auf den Umgang mit der Steuerung gelegt. Die virtuelle Haptik bzw. Interaktion in der virtuellen Welt wie z.B. Dinge greifen und wegwerfen, hochwerfen und auffangen, mit einem Tischtennisschläger einen Ball zu schlagen, fühlt sich sehr authentisch an und wird direkt, ohne Verzögerung übertragen (Es war bereits solch ein Vergnügen einfach nur Dinge durch die Gegend zu werfen, dass hier bereits 40 Minuten vergangen sind). Nachdem man mit ein paar Gegenständen herumexperimentiert hat, folgen zwei kurze Mini-Spiele. Im weiteren Verlauf habe ich dann die weiteren Demos ausprobiert und bin auch schnell dazu übergegangen mir komplette Spiele zu kaufen (im Store sind auch noch kostenfreie Titel verfügbar). An dieser Stelle kann ich besonders das Spiel Beat Saber empfehlen. Generell gibt es je nach Spiel verschiedene Möglichkeiten in der virtuellen Welt zu agieren. Bei ausreichender Raumgröße ist es möglich, dass die Bewegungen (vor, zurück, drehen, Armbewegungen, etc.) unmittelbar in das Spiel übertragen werden. Bei kleinerer Spielfläche müssen hier Bewegungen mit dem Daumen am Controller (Joy-Stick) ausgeführt werden. Beides lässt sich natürlich auch flexibel kombinieren. Dies macht, um es noch einmal hervorzuheben, besonders die kabellose Quest möglich. Insgesamt war das erste VR-Erlebnis mit der Quest für mich eine beeindruckende Erfahrung.


Ein virtuelles Wohnzimmer als Menü
Wird die Quest gestartet, so befindet man sich in einem riesigen Wohnzimmer und betrachtet vor sich ein kompaktes und übersichtliches Layout mit verschiedenen Reitern. Man kann sich dies als eine Plattform wie bei Steam und co. vorstellen. Hier sind verschiedene Anwendungsmöglichkeiten aufgelistet. Neben den Optionen und Auswahlmöglichkeiten in der Oculus-App tauchen hier auch Möglichkeiten auf TV zu schauen oder im Web zu surfen und Seiten wie Youtube, Netflix o.ä. aufzurufen. Die Qualität der Videos ist wie am Computer oder Handy und lässt sich vorstellen als das Schauen auf einer riesiger Kinoleinwand.


Bild- und Soundqualität
Wer gestochen scharfe Bilder wie bei einem AAA-Titel auf dem Computer erwartet ist hier fehl am Platz. Zu rechnen ist mit erkennbaren Pixeln. Als wirklich störend ist dies gleichwohl nicht zu bezeichnen. Es entstehen atemberaubende Welten, die in ausreichendem Maße abgebildet werden, sodass der Spielspaß keineswegs leidet. Verfolgt man aktuelle Vergleiche mit anderen Modellen wie z.B. der Rift, so liegt die Quest in diesem Bereich vorne. Die Soundqualität ist primär durch Lautsprecher am Headset und fehlenden Kopfhörern limitiert, was gleichzeitig auch außenstehende Geräusche hörbar macht. Den Klang kann man sich dabei als den eines Bluetooth-Lautsprechers bzw. Handys vorstellen. Gleichzeitig ist es dadurch allerdings auch Außenstehenden möglich das VR-Erlebnis auditiv zu verfolgen, da mit dem Live-Stream in der Oculus-App kein Sound übertragen wird. Mit der Quest ist es jedoch möglich eigene Kopfhörer per Klinkenanschluss zu verbinden.


Tracking
Die Übertragung der Bewegungen mit den Controllern in die virtuelle Welt (das sog. Tracking) erfolgt meistens sehr gut. Gleichwohl können kurze Aussetzer provoziert werden. Besonders bei schnellen und impulsiven Bewegungen werden diese nicht mehr in der virtuellen Welt abgebildet. Zwar sind dies meistens nur 1-2 Sekunden, wo der Controller verschwindet, allerdings genügen diese bereits um in einem Spiel zu verlieren (bspw. wird der Ball bei einem Tennismatch nicht getroffen). Weitere Aussetzer können auftreten, wenn die Controller aus dem Sichtfeld des Headsets gelangen (Sensoren sitzen vorne/ seitlich). Interessant ist, dass die Aussetzer nicht regelmäßig auftreten und (aus persönlichen Erfahrungen) in direktem Zusammenhang mit der Umgebung stehen. Bei zu hellem oder dunklem Licht werden diese eher provoziert. Auch wurden zur Sicherheit Spiegel mit einem Tuch abgehangen. Mit der Quest ist es durchaus möglich auch Spiele wie Beat Saber, wo ein einwandfreies Tracking notwendig ist, auf höheren Schwierigkeitsstufen erfolgreich, durch ein präzises und latenzarmes Tracking, zu bewältigen.


Akkuleistung
Im Spielebetrieb konnte ich ca. eine Akkulaufzeit von 2 Stunden feststellen. Die Aufladung der Brille dauert ebenfalls solange. Der aktuelle Batteriestand der Controller beträgt nach ca. 20 Stunden Spielzeit ungefähr 40%.


VR Motion Sickness
Leider bin ich eine der Personen, bei denen, wenn Bewegungen in der VR-Welt auftauchen, es zu einer sog. VR Motion Sickness kommt (flaues Gefühl im Bauch, Schwindelgefühl, etc.). Jedoch verhindert dies keineswegs das Eintauchen in die virtuelle Welt. In vielen Spielen sind aktive Bewegungen (z.B. Erkunden eines Gebiets) nicht notwendig. Falls doch, gibt es z.T. auch „Komfort-Modi“, d.h. hier gehst du nicht in der virtuellen Welt zu einem Ort, sondern wirst unmittelbar zu diesem gebeamt. Auch haben sich langsame, konstante und gleichmäßige Bewegungen beim Fortbewegen bewährt. Alle anderen Bewegungen, die man auch in der Realität ausführt und in der virtuellen Realität sieht, führen bei mir nicht zu solchen Erscheinungen.


Fazit
Mit der Oculus Quest ist es möglich in beindruckende virtuelle Welten einzutauchen. Dabei überzeugt die Quest vor allem als eigenständiges Gesamtpaket, welches ein kabelloses, authentisches und fantastisches Spieleerlebnis möglich macht. Dabei steht die ausreichende Bildqualität diesem Erlebnis nicht im Wege. Etwaigen Defiziten in punkto Controller Handling und Soundqualität kann adäquat entgegengewirkt werden. Es bleibt aktuell noch abzuwarten wie sich die Quest langfristig verhält. Nicht zu vergessen ist, dass Spiele im Store zwischen 10 und 30 € kosten (ggf. noch DLCs). Am Computer würde ich für die jeweilig effektive Spielzeit mehr erwarten. Meines Erachtens sind dafür allerdings tiefere und intensivere Erlebnisse durch eine virtuelle Welt möglich. Für Einsteiger (so wie mich) in den VR-Bereich auf jeden Fall (primär aufgrund des autarken Systems) definitiv zu empfehlen.
Ist diese Bewertung für Sie hilfreich? ja nein
0 von 1 Kunden fanden die folgende Bewertung hilfreich:
vom 24.06.2019 info

Diese Produktbewertung entstand im Rahmen des ALTERNATE "Testen, bewerten, behalten" Programms. Der/Die Rezensent/in erhielt die Ware kostenfrei für den Testzweck und durfte den Artikel nach Abgabe der Rezension behalten. Auf die Produktbewertung selbst nahm ALTERNATE keinen Einfluß.

5 1 5
Die Oculus Quest ist ungefähr so verpackt wie ein überdimensioniertes Handy. Der Karton ist minimalistisch, stabil und lässt sich gut zur Lagerung oder Transport der VR-Brille verwenden.
Enthalten ist die VR-Brille selbst, zwei Controller mit einem dekorativen Kringel, ein hübsch gummiertes USB-C Netzteil und ein dazu passendes, echt langes Kabel (ca 2.5 m).
Eine richtige Gebrauchsanweisung ist nicht enthalten. Das ist aber auch gar nicht schlimm. Stattdessen wird die VR-Brille das erste mal über eine Handy-App eingerichtet. In einer "step-by-step" Anleitung wird man hier schön bei der Hand genommen und mit den Funktionien vertraut gemacht.


Die VR-Brille an sich sieht minimalistisch und wertig aus. Die Passform lässt sich über die zwei seitliche Klett-Straps und einen Kopf-Strap justieren. Dies gestaltet sich bei Zeiten etwas schwierig, da die Quest doch ein gewisses Gewicht mit sich bringt und die Bildschärfe vom korrektem Sitz abhängig ist.
Auf der rechen Seite der Brille findet sich ein Audio-out für einen 3.5 mm Klinkenstecker. Auf der Unterseite der Brille ist ein Volume-Regler und ein Slider zur Justierung des Augenabstandes angebracht. Auf der Vorderseite tracken 4 Kameras das Licht der Welt.
Hinter der Plastikabdeckung der Brille werkelt ein nicht mehr ganz aktueller, aktiv gekühlter Snapdragon 835 von Qualcomm und innen schaut man durch zwei Fresnel-Linsen auf zwei OLED-Displays mit jeweils 1600 x 1440 Pixeln.
Die Akkulaufzeit wird etwa mit 2 Stunden angegeben, was sich auch mit meinen Erfahrungen deckt.
Die Controller haben jeweils zwei Knöpfe plus einen Home Button, je einen Trigger für den Zeige und Mittelfinger und zwei kleine Joysticks mit Button und angenehm starkem Rebound.


Nun aber zu meiner eigentlich Erfahrung mit dem Ding: Ich habe das Phänomen VR immer interessiert beobachtet, aber nie die Gelegenheit gehabt eine Brille selbst auszuprobieren. Insofern bin ich vollkommen jungfräulich an die Quest herangegangen... Der Gedanke, der mir dabei immer wieder durch den Kopf geschossen ist, war: WHAT A TIME TO BE ALIVE. Ja, es kommt definitiv auf den Content an, aber sowas hab ich noch nicht erlebt. Probiert die Dinger aus. Mir gefällt es wahnsinnig gut. Klar sind VR-Games noch nicht so ausgereift wie klassische Varianten, aber meine visionäre Ader sagt mir da kommt noch so einiges auf uns zu.
Ja, Auflösung und Detailgrad können größer sein, als bei der Oculus Quest (bspw. bei der Rift oder Vive, nach einem Vergleich von Vader Immortal auf dem Youtube Kanal Virtual Reality Oasis. Achtung Spoiler). Auch stört mich etwas, dass die Bildschärfe leicht blickwinkelabhängig ist und sich bei starken Kontrastunterschieden Spiegelungen auf den Linsen bilden. Aber die Erfahrung ist super und unkompliziert. Man setzt sich die Brille auf, stellt sich mit ein paar Klicks einen Guardian ein (virtuelle Barriere) und legt los. Und da die Erfahrung verdammt immersiv ist, hat man schnell genug vergessen wo man sich eigentlich befindet. Insofern weiß ich die kabellose Freiheit der Quest sehr zu schätzen, auch wenn ich nie eine verkabelte VR-Brille ausprobiert habe. Ich bin sehr glücklich, dass mein Zimmer meine Sessions trotz begrenztem Platzangebot bisher unbeschadet überstanden hat...
Die Reaktion auf Bewegungen erfolgt via 6DOF (Degree Of Freedom), was in sehr präzisen Reaktion von Controller und Brille auf Bewegungen resultiert. Zwar leidet das Tracking durch die auf der Front der Brille verbauten Tracking-Cams logischerweise, wenn man die Controller hinter dem Rücken bewegt, aber das stellt für mich keine Einschränkung dar. Leute, die mit ihren Händen hinter dem Rücken kruscheln haben etwas zu verbergen und sind mir suspekt.
Der Sound der Quest trägt ebenfalls seinen Teil zur Erfahrung bei und verändert sich hervorragend entsprechend Kopfbewegungen, egal ob mit oder ohne Kopfhörer.
Da die Brille ein Komplettsystem darstellt, kann man das Gerät auch wunderbar in eine weiträumigere Umgebung (Wald) mitnehmen oder einfach um die Erfahrung mit Freunden zu teilen.


Spiele und Apps können lediglich über den Oculus Store erworben werden. Das Angebot ist leider nicht so umfangreich und etwas teurer, als beispielsweise Steam VR, wird aber hoffentlich noch weiter ausgebaut. Auch wenn es mich nicht selbst betrifft, finde ich es unverschämt, dass man manche Titel separat für die Rift und für die Quest erwerben muss. Hier sollte Facebook unbedingt fairer sein!
Wer technik-versierter ist kann über einen Developer Account und ALVR Steam-VR Content per (guter!) WLAN-Verbindung auf die Quest streamen. Das Programm befindet sich für die Quest noch in der Alpha-Phase, hat bei mir aber teils gut funktioniert. Die Qualität war absolut zufriedenstellend, ärgerlich waren jedoch regelmäßige Disconnects für deren Behebung man die Brille absetzen muss.


Summa summarum kann ich die Quest nahezu uneingeschränkt empfehlen! Einzig wer primär auf Content aus ist, der nicht im Oculus-Store verfügbar ist oder Grafik-Enthusiasten sollten zu kabelgebundenen Geräten greifen. Ansonsten bildet die Quest eine unkomplizierte und tolle Virtual Reality Erfahrung, die man unbedingt einmal ausprobiert haben sollte.
Ist diese Bewertung für Sie hilfreich? ja nein
Alle Preise inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer oder Versicherungssteuer, ggf. zzgl. Versandkosten und Nachnahmegebühr.
4 
Unser alter Preis

 

Zuletzt angesehen (0)
https://click.alternate.de